Prekäre Studiensituation besteht fort – Hilfe ist weiter erforderlich

Heiner Dunckel: Viele Studierende haben in den letzten Monaten ihre Nebenjobs verloren, auf die sie zur Finanzierung ihres Studiums angewiesen sind.


Zu den heute vom Deutschen Studentenwerk veröffentlichten Daten zur prekären Lage vieler Studierender erklärt der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Heiner Dunckel:

„Viele Studierende haben in den letzten Monaten ihre Nebenjobs verloren, auf die sie zur Finanzierung ihres Studiums angewiesen sind. Die Überbrückungshilfen von insgesamt 60 Millionen € laufen Ende September aus. Von 215.000 Anträgen wurden fast 40 % abgelehnt, nicht weil des den Antragstellern zu gut ging, sondern weil ihre Notlage nicht auf die Corona-Pandemie zurückgeht. Das zeigt ein weiteres Mal, dass wir uns in Deutschland den Luxus einer Studienfinanzierung leisten, die in den Beträgen zu gering ist und von zu wenigen Studierenden in An- spruch genommen werden kann. An einer systematischen Überarbeitung des BAföG führt nichts vorbei. Aber da die Jobs für die Studierenden zu einem großen Teil noch nicht wieder zur Verfügung stehen, sollten sowohl die nicht rückzahlbare Überbrückungshilfe als auch der Studien-kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau verlängert werden. Die teuerste Lösung wäre es, wenn junge Menschen aus finanzieller Not ihr Studium nicht abschließen könnten!“

 

Heiner Dunckel

Die Rede hier im PDF-Format