Gleichstellung bleibt ein zentrales Ziel

Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist seit Anbeginn unserer Geschichte ein zentrales Ziel. Die Lebenssituation der Frauen sähe heute auch anders aus, wenn nicht entschlossene Genossinnen und Genossen sich für die Rechte von Frauen eingesetzt hätten.

Sophia Schiebe
Bild: Lukas Zeidler

Fehlende soziale und politische Rechte für Frauen, kein Wahlrecht, Gewalt, schlechte Gesundheitsversorgung, ungewollte Schwangerschaften, Ausbeutung, kaum vorhandene Bildungschancen
und niedrige Löhne – es ist keine hundert Jahre her, dass dies den Alltag der Frauen bestimmte.

Der Kampf gegen diese Missstände war nie leicht.Doch Gleichberechtigung von Männern und Frauen ist bis heute unser Ziel geblieben. Auch wenn wir nicht mehr dafür kämpfen müssen, dass Frauen arbeiten dürfen, ohne ihren Ehemann um Erlaubnis zu fragen, haben wir auch heute noch wichtige Forderungen, die wir durchsetzen wollen. Die Debatte um den Paragraphen 219a – das Werbeverbot für Abtreibungen – hat doch gezeigt, dass wir uns in die Politik einmischen müssen.

Oder das Thema des Steuersatzes von Hygieneartikeln für Frauen. Warum zahlt man den Steuersatz für Luxusartikel, statt den reduzierten Steuersatz für Lebensmittel des täglichen Bedarfs? In Australien wurde die Steuer mittlerweile ganz abgeschafft. Wer wird sich dafür einsetzen, wenn nicht wir?

Wir haben viele starke Frauen in unserer Partei, die für viele Genossinnen und Genossen im Kampf um echte Gleichberechtigung als Vorbild dienen. In Schleswig-Holstein sind wir mit Heide Simonis als erster weibliche Ministerpräsidentin vorangeschritten und wollen nun die Tradition von starken Genossinnen aus Schleswig-Holstein wieder in den Blick nehmen.

Aus diesem Grund haben wir gemeinsam auf dem letzten Landesparteitag beschlossen, unsere Genossinnen zukünftig stärker zu unterstützen. Teile des Beschlusses sind sowohl ein Frauenförderungsprogramm als auch die Bereitstellung von Geldern, die Genossinnen für Projekte vor Ort nutzen können.

Doch das soll erst der Anfang sein. Als Landesvorstand wollen wir gemeinsam mit euch dafür sorgen, dass sich mehr Frauen in der Sozialdemokratie engagieren und bereit sind, vor Ort in den Kommunen oder auch im Land Verantwortung zu übernehmen.

Daher bitten wir euch: Schickt uns eure Wünsche und Vorstellungen. Wie muss Parteiarbeit aussehen, damit sie für Frauen attraktiver ist? Welche Veranstaltungen oder Workshops können
hilfreich sein? Habt ihr vielleicht ein Problem, dass ihr nicht alleine lösen könnt? Wir wollen eure Ansprechpartnerinnen für dieses Thema sein – Wiebke Tischler, Aylin Cerrah und ich. Schreibt uns per Mail oder sprecht uns an. Wir freuen uns auf euch und auf eine starke weibliche Zukunft in unserer SPD!

Sophia Schiebe

Vorwärts 3/2019

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